12. Juli 2008

Wiederentdeckt: Babylon 5

So, mein Urlaub ist vorbei und schon stellten sich diese Woche ein paar gesundheitliche Probleme ein, die ich in den Griff bekommen muss. Mittlerweile geht es es mir wieder besser, also kann ich mich angenehmeren Dingen widmen...

In der zweiten Woche meines Urlaubs konnte ich ein richtiges Schnäppchen machen: alle fünf Staffeln der TV-Serie Babylon 5 für 25 Euro. Mein Augen quollen fast über als ich sah, dass in einem hiesigen Elektronikmarkt die Staffelboxen für 5 Euro pro Nase angeboten wurden. Lange Zeit hatte ich mit B5 etwas gezögert, da die Bildqualität der Boxen stellenweise richtig hundig ist. Auf der anderen Seite steht der durchgehende Geschichtsfluss der Serie, die aus B5 etwas außergewöhnliches unter den SF-Fernsehserien macht. Sie entstand zu einem Zeitpunkt, als Star Trek den SF-TV-Markt fest im Griff hatte. Auch wenn es anfangs einige Startschwierigkeiten gegeben hat, entwickelte sich B5 mittlerweile zu einem richtigen Klassiker. Während in Europa die Serie schon zu ihrer Sendezeit hoch gefeiert wurde, dauerte es in den USA etwas länger bis man auf den Geschmack kam. Zeitweise bestanden sogar Bestrebungen B5 nach der 4. Staffel zu beenden. So packte der Schöpfer der Serie alles, was er für zwei Staffeln geplant hatte, in eine einzige. Als die 5. Staffel dann doch Realität wurde, wurde sie etwas anders als geplant.

Für mich sind die B5-Boxen eine Art Wiederentdeckung. Natürlich habe ich sie schon vor Jahren komplett gesehen, aber die Serie hat für mich nach wie vor nichts von ihrem Reiz verloren. Fünf Jahre mit einer durchgehen Storyline... ein Versuch, der später oft wiederholt wurde; mehr oder weniger erfolgreich. Es hat sich gezeigt, dass deutsche Zuschauer manchmal Schwierigkeiten mit solchen Konzepten haben, wie die Startschwierigkeiten von Lost gezeigt haben. Aber B5 hat sich schon bei der deutschen Ausstrahlung sehr großer Beliebheit erfreut.

Anders als bei Star Trek bekommt man hier keine blitzsaubere Zukunft mit weiss strahlenden Raumschiffen, auf denen Leute mit schicken Uniformen leben, geboten. Vielmehr ist es eine durchaus nachvollziehbare Zukunft, die man hier gezeigt bekommt. Die Hauptcharaktere haben ihre Ecken und Kanten, sind nicht glatt und homogen. Genau das macht einen großen Teil des Flairs aus, das die Serie hat.